Snowflake AI Data Cloud
- 6 Min Lesezeit

Tobias Vogler
In diesem Artikel beleuchten wir die Integration von SAP BDC mit Snowflake AI Data Cloud etwas genauer. Mit SAP Business Data Cloud (BDC) hat die SAP ihre neue strategische Plattform für Data & AI inzwischen erfolgreich am Markt etabliert. Eine der massgeblichen Neuerungen von BDC ist die Öffnung hin zu anderen Cloud-Plattformen über SAP BDC Connect, sodass semantisch wertvolle und oftmals Business-kritische SAP-Daten in semantisch sauber aufgesetzten (von SAP gemangten) Data Products ohne grössere Engineering-Aufwände in den unterschiedlichen Plattformen verwendet werden können.
- 1. Was ist und kann Snowflake?
- 2. Wie hat sich Snowflake seit der Gründung entwickelt?
- 3. Wie passen nun Snowflake und SAP Business Data Cloud zusammen?
- 4. Was ist der Vorteil von SAP Snowflake?
- 5. Wie gestaltet sich die Kostenstruktur für Zero-Copy-Data-Sharing?
- 6. Fazit: architektonische Eleganz vs. kommerzielle Realität
1. Was ist und kann Snowflake?
- Storage Layer,
- Compute Layer und
- Cloud Services Layer.
2. Wie hat sich Snowflake seit der Gründung entwickelt?
3. Wie passen nun Snowflake und SAP Business Data Cloud zusammen?
4. Was ist der Vorteil von SAP Snowflake?
5. Wie gestaltet sich die Kostenstruktur für Zero-Copy-Data-Sharing?
Unabhängig davon, ob SAP Data Products über Native oder über SAP Snowflake genutzt werden, fallen in beiden Fällen – zusätzlich zum plattformeigenen Ressourcenverbrauch – Infrastructure Fees an.
Diese Fees entstehen, weil die Nutzung der SAP Data Products auf dem zugrunde liegenden Cloud-Provider Kosten verursacht – vor allem für I/O-Workloads im Object Store (Daten speichern, lesen, übertragen).
Exkurs: Wie werden SAP Data Products und Snowflake Tables gespeichert?
SAP Data Products werden als Delta-Lake-Tabellen im Object Store des Cloud-Providers abgelegt. Ein hilfreicher Hintergrundartikel dazu ist: https://delta.io/blog/delta-lake-vs-parquet-comparison/
Kurz gesagt: Eine Tabelle liegt nicht als „eine Datei“ vor, sondern ist in viele einzelne Dateien (Data Files) aufgeteilt, die jeweils nur einen Teil der Tabellendaten enthalten. Metadaten (z. B. welche Dateien zu welcher Tabelle gehören und wie sie optimal gelesen werden) werden separat verwaltet.
Die Speicherung in Snowflake ist im Prinzip sehr ähnlich: Auch dort werden Daten im Hintergrund in Files + Metadaten organisiert.
Warum entstehen dadurch zusätzliche Kosten?
Jeder Zugriff auf den Object Store – also ein API-Call / Processing Request, um ein File zu lesen – verursacht Kosten beim Hyperscaler, die entsprechend weiterverrechnet werden.
Diese Kosten sind meistens geringer, wenn die konsumierende Anwendung in derselben Cloud-Region arbeitet. Sobald Daten jedoch Regionsgrenzen überschreiten (oder das Data Center verlassen müssen), können die Transferkosten deutlich steigen.
Woraus setzen sich die Infrastructure Fees zusammen?
Die Infrastructure Fees bestehen typischerweise aus zwei Komponenten:
Inter-Region Data Transfer Fee
Für SAP-Data-Product-Daten, die das BDC Data Center verlassen müssen.Processing Requests
Für API-Calls an den Object Store (z. B. Lesen von Dateien/Objekten).
Zusätzliche Gebühren bei Nutzung über Native Snowflake / BDC Connect
Wenn SAP Data Products über Native Snowflake und BDC Connect genutzt werden, kommen zusätzlich zu:
- Infrastructure Fees und
- den regulären Snowflake-Kosten
auch Premium Fees hinzu.
Dabei misst Snowflake die Compute-Workloads, die innerhalb der Snowflake-Plattform bei der Verarbeitung von SAP Data Products anfallen, und übermittelt diese Werte regelmäßig an SAP. SAP berechnet darauf einen Uplift, und die Abrechnung erfolgt anschließend in Form von CUs (Consumption Units) über SAP BDC Connect.
6. Fazit: architektonische Eleganz vs. kommerzielle Realität
Die strategische Öffnung der SAP Business Data Cloud hin zur Snowflake AI Data Cloud markiert einen Wendepunkt im modernen Datenmanagement. Durch das native Zero-Copy-Data-Sharing wird das klassische, fehleranfällige und wartungsintensive ETL-Paradigma für SAP-Daten endgültig aufgebrochen. Daten stehen ohne Replikationsaufwand plattformübergreifend zur Verfügung. Für Unternehmen stellt sich bei der Implementierung primär die Frage nach dem passenden Betriebs- und Lizenzmodell:
- Native Snowflake mit BDC Connect bietet maximale Unabhängigkeit im bestehenden Cloud-Setup, verlangt Architekten jedoch ein genaues Monitoring der Lizenzrestriktionen sowie der durch SAP erhobenen Premium-Fees (Uplift auf Compute-Workloads via CUs) ab.
- SAP Snowflake (Solution Extension) punktet als gänzlich eingebettete Lösung mit direktem SAP-Support, wegfallenden Setup-Hürden und einer unkomplizierten, rein ressourcenbasierten Abrechnung über dedizierte SKUs – ohne Lizenz-Einschränkungen bei der Nutzung von SAP Data Products.
Sie möchten die Kostenlogik rund um Zero-Copy Data Sharing, Infrastructure Fees und Premium Fees im Detail verstehen – und wissen, was das konkret für Ihren Use Case bedeutet? Dann kontaktieren Sie uns hier!
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