- AI, S4/HANA
- SAP Business AI
- 3 Min Lesezeit
Marie Daipo
SAP S/4HANA ist mehr als ein technisches Upgrade – es ist eine grundlegende Systemtransformation. In diesem Artikel erfahren Sie, was hinter der 4. Generation der SAP Business Suite steckt, wie die In-Memory-Technologie SAP HANA Echtzeit-Analysen ermöglicht und warum der Wechsel von SAP ECC zu S/4HANA eine strukturelle Umstellung darstellt. Entdecken Sie die wichtigsten Prozesse, Vorteile und die Rolle der SAP Business Data Cloud für die Zukunft Ihrer SAP-Landschaft.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einführung – Was steckt hinter S/4?
- 2. Mehr als ein Upgrade: S/4HANA als neue Systemlogik
- 3. Von SAP ECC zu S/4HANA: Endlich erwachsen!
- 4. Oberfläche und Analytics: moderner, integrierter, schneller
- 5. Neue Begriffe: Business Partner statt Debitoren/Kreditoren
- 6. Der entscheidende Unterschied: SAP HANA als Fundament
- 7. Die wichtigsten Geschäftsprozesse in SAP S/4HANA
- 8. Zentrale Vorteile von SAP S/4HANA
- 9. Fazit
1. Einführung – Was steckt hinter S/4?
SAP S/4HANA ist die ERP-Suite der nächsten Generation, die SAP HANA als In-Memory-Datenbank für Echtzeitverarbeitung und -analyse nutzt.
S/4 steht dabei für die 4. Generation der SAP Business Suite und löst die Systeme SAP R/3 sowie SAP ERP (ECC) ab.
Das „S“ wird häufig als Suite oder Simple verstanden: Im Kern geht es um ein im Vergleich zu früheren Versionen vereinfachtes Datenmodell und vereinfachte Prozesse.
HANA steht für High-Performance Analytic Appliance und bezeichnet die In-Memory-Datenbankplattform von SAP — mit der Daten sehr schnell verarbeitet und analysiert werden können.
2. Mehr als ein Upgrade: S/4HANA als neue Systemlogik
SAP S/4HANA ist nicht einfach ein technisches Update. Es handelt sich um ein neues Produkt mit vereinfachtem Datenmodell, integrierten Echtzeitanalysen und erweiterten Möglichkeiten wie maschinellem Lernen, Künstlicher Intelligenz und IoT-Integration.
3. Von SAP ECC zu S/4HANA: Endlich erwachsen!
SAP S/4HANA ist der Nachfolger von SAP ERP (ECC).
Ein zentrales Element ist das Zusammenspiel aus:
- In-Memory-Technologie auf Basis von SAP HANA
- vereinfachtem Datenmodell (z. B. Universal Journal, Material Ledger, Business Partner)
Dadurch verändert sich die Arbeitsweise in den Fachbereichen. Die klassischen ECC-Strukturen werden nicht nur übernommen, sondern grundlegend neu organisiert. Das senkt Abstimmungsaufwände, reduziert Redundanzen und macht Daten konsistenter.
4. Oberfläche und Analytics: moderner, integrierter, schneller
Während SAP ECC häufig mit der klassischen SAP-GUI arbeitet, setzt SAP S/4HANA auf SAP Fiori (moderne, rollenbasierte Bedienoberfläche) und ermöglicht zugleich das bekannte SAP-GUI-Prinzip für bestimmte Nutzergruppen.
Auch bei der Analyse gibt es einen wesentlichen Unterschied:
Statt Analysen und Reporting über externe Werkzeuge wie SAP BW zu organisieren, liefert S/4HANA Embedded Analytics Erkenntnisse direkt im System — basierend auf Live-Transaktionsdaten.
5. Neue Begriffe: Business Partner statt Debitoren/Kreditoren
Mit S/4HANA kommen neue Konzepte und Logiken. So werden Debitoren und Kreditoren unter dem Sammelbegriff Business Partner geführt. Auch die Pflege von Stammdaten und deren Aufbau verändert sich deutlich.
Genau diese Transformation wird in Projekten oft unterschätzt: Der Schritt von ECC zu S/4HANA ist eine strukturelle Umstellung — kein klassisches Upgrade.
6. Der entscheidende Unterschied: SAP HANA als Fundament
SAP HANA ist eine In-Memory-Datenbankplattform, die für die Verarbeitung und Analyse großer Datenmengen in Echtzeit ausgelegt ist. Sie steht für hohe Geschwindigkeit und Performance — damit lassen sich komplexe Abfragen effizient durchführen und Ergebnisse schnell bereitstellen.
SAP HANA kann je nach Bedarf on-premise oder in der Cloud betrieben werden. So ist S/4HANA flexibel in unterschiedlichen IT- und Betriebsmodellen nutzbar.
Auf Basis der HANA-Fähigkeiten ermöglicht S/4HANA zusammen mit Embedded Analytics Echtzeitanalysen direkt auf Transaktionsdaten. Das unterstützt Fachbereiche dabei, Erkenntnisse unmittelbar in Entscheidungen und Massnahmen zu übersetzen — ganz ohne Wechsel zwischen Plattformen und Tools
7. Die wichtigsten Geschäftsprozesse in SAP S/4HANA
In SAP S/4HANA sind End-to-End-Prozesse als durchgängige Wertschöpfungsketten abgebildet — nicht als isolierte Einzelschritte. Zu den wichtigsten Prozessen gehören:
- Lead-to-Cash / Order-to-Cash
Umfasst den gesamten Weg vom Lead bis zur Umsatzrealisierung: Auftrag, Fakturierung, Zahlungsabwicklung und Abschluss.
- Source-to-Pay / Procure-to-Pay
Beschaffung von der Lieferantenauswahl über Vertrags- und Abrechnungsprozesse bis zur Bereitstellung von Produkten und Dienstleistungen.
- Design-to-Operate
Der komplette Produktlebenszyklus — von Konzeption und Planung über Fertigung und Lieferung bis hin zu Betrieb und Wartung in einem durchgängigen Prozess.
- Record-to-Report
Erfassung, Verarbeitung und Darstellung von Finanz- und Buchhaltungsdaten inkl. Bilanzen, GuV, Budgetberichten und weiteren Finanzsichten.
- Recruit-to-Retire / Hire-to-Retire
Personalprozesse vom Recruiting über den Karriereverlauf bis zur Pensionierung.
- Plan-to-Fulfill
Planung und Optimierung der digitalen Lieferkette — von der Vorbereitung von Fertigung und Auslieferung bis zur effizienten Ausführung sämtlicher Schritte.
Eine detaillierte Übersicht finden Sie in unserem Artikel: SAP S/4HANA End-to-End Prozesse im Überblick.
8. Zentrale Vorteile von SAP S/4HANA
- Echtzeit-Einblicke: Embedded Analytics liefert Analysen direkt auf Basis aktueller operativer Transaktionsdaten — für schnelle Entscheidungen im Prozess.
- Höhere Performance: Durch die In-Memory-Datenbank werden Transaktionen und Analysen spürbar beschleunigt.
- Moderne Benutzererfahrung: Intuitive, rollenbasierte Arbeitsoberfläche mit SAP Fiori.
- Vereinfachte IT-Landschaft: Reduziertes Datenvolumen und ein vereinfachtes Datenmodell minimieren Komplexität und Fehlerquellen.
- Flexibilität im Betrieb: On-Premise, private Cloud, public Cloud oder Hybrid — je nach Strategie.
- Zukunftsfähigkeit: Ausgelegt für Erweiterungen rund um KI, maschinelles Lernen und IoT.
9. Fazit
Die BDC entwickelt sich zu einer übergeordneten Datenplattform, die Informationen aus verschiedenen Systemen zusammenführt, optimiert und für erweiterte Analysen sowie AI-Anwendungsfälle bereitstellt.
SAP S/4HANA ist weiterhin das zentrale System für die Abwicklung operativer Geschäftsprozesse. Die Kombination aus SAP HANA-In-Memory-Technologie, vereinfachtem Datenmodell und integrierten Echtzeit-Analysen sorgt für höhere Transparenz und bessere Prozesssteuerung.
Gleichzeitig verschiebt sich mit wachsender Bedeutung der SAP Business Data Cloud (BDC) zunehmend die Rolle von SAP S/4HANA als „digitales Herzstück“:
Abbildung 1: Business Data Cloud Architektur
Kurz gesagt: S/4HANA bleibt das operative Kernsystem — die Business Data Cloud wird zunehmend zum datengetriebenen Zentrum für Analysen und intelligente Entscheidungen.
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Marie Daipo
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